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Pflanzenbestände, die heute im Goldauer Bergsturz vorkommen,
haben sich seit dem Niedergang vor 200 Jahren neu aufgebaut. Diese
Entwicklung ist in den meisten Bergsturzteilen noch nicht zum Stillstand
gekommen und wird durch dynamische Effekte (Windwurf, Rutsche, neue
Felsabbrüche) immer wieder gestört. Aus
vegetationskundlicher Sicht ist es nun sehr aufschlussreich festzustellen,
wie diese Entwicklung in Zukunft weiterverläuft.

Dauerfläche
im unteren Bergsturzhang im Jahre 1995
Änderungen
in der Vegetationsdecke laufen nur sehr langsam ab. Deswegen braucht
es in der Regel mehrere Jahrzehnte um solche Veränderungen
auch tatsächlich nachweisen zu können.
In
einem laufenden Forschungsprojekt
werden derzeit diese Veränderungen in der Pflanzendecke mit
Hilfe kleiner Gelände-Ausschnitte im Goldauer Bergsturzareal
verfolgt. Dazu wird die Artenzusammensetzung auf Dauerflächen
in Abständen von mehreren Jahren erhoben. Dies ermöglicht
schliesslich gesicherte Aussagen über die Richtung und die
Geschwindigkeit der Vegetationsentwicklung im Bergsturzgebiet zu
machen. Erste Ergebnisse dieser Studie werden voraussichtlich im
Jahre 2009 vorliegen.
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